Franz von Stuck (1863-1928)
Rodelnde Kinder. 1924
Öl auf Holz; 71x34cm
Bayrische Staatsgemäldesammlungen, München
"Franz von Stuck lebte von 1863 bis 1928 und war ein gefeierter Künstler in München. Bereits mit sechsundzwanzig Jahren wurde er Professor an der Münchner Kunstakademie. Mit seinen repräsentativ gemalten Bildnissen und mit seinen Bildern, die Themen aus der antiken Sagenwelt darstellten, verdiente er soviel Geld, daß er sich eine prächtige Villa bauen konnte. Er selbst hat jeden Raum dieser Villa bis in alle Einzelheiten entworfen. Heute ist dieses Haus als Stuck-Museum allen Besuchern zugänglich.
Neben diesen großen Arbeiten hat Franz von Stuck frisch und locker gemalte kleine Gemälde geschaffen. Die Rodelnden Kinder gehören dazu.
Es liegt Schnee. Von einem Abhang sausen Kinder in wilder Fahrt mit ihren Schlitten herunter. Den Künstler hat es besonders gereizt, die Kinder in ihren verschiedenfarbigen Winteranzügen, die sich ganz vortrefflich vom Schnee abheben, im Bilde festzuhalten. Die Pinselstriche können wir ganz genau erkennen, sie verlaufen alle parallel den Berg hinauf. Dadurch meinen wir, in die lustige Fahrt mit einbezogen zu sein."
(Frenzel, Rose-Marie: Beim Spiel. Leipzig 1978. Lizenzaugabe Frankfurt/M. 1978, S.41f.)
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